Dehnungsstreifen optisch optimieren – Laserbehandlung, Microneedling, Mikrodermabrasion und Bauchdeckenstraffung

Unter Dehnungsstreifen verstehen wir Streifen in der Haut, vor allem an Bauch, Brust und Oberschenkeln. Meist sind sie parallel angeordnet, durch längliche Streifen gesunder Haut voneinander getrennt und treten selten isoliert auf. Die Oberfläche der Dehnungsstreifen ist eben, manchmal leicht vertieft und oft unregelmäßig. Weder Haare noch Talg- oder Schweißdrüsen sind auf ihnen zu finden. Ihre Farbe ist anfangs meist rosarot, manchmal violett. Im Laufe der Zeit verblassen die Streifen, bleiben jedoch als helle Narben sichtbar.

Besonders empfänglich, anfällig machende Faktoren sind eine Bindegewebsschwäche und eine starke Gewichtszunahme. Das Bindegewebe in der sogenannten Lederhaut, die für die Elastizität der Haut verantwortlich ist, besteht aus einem Netz von kollagenen Fasern. Wird dieses Bindegewebe überdehnt, kommt es zu irreparablen Rissen in der Unterhaut. Diese führen dann zu den äußerlich sichtbaren, ästhetisch störenden Streifen.

Dehnungsstreifen treten nicht nur während der Schwangerschaft auf, sie können sich auch bei einer Kortisontherapie oder während des Wachstums zeigen. Auch wenn zuviel Sport betrieben wird, können Dehnungsstreifen auftreten. Frauen mit mittlerer bis großer Brust sollten beim Sport einen Sport-BH tragen, um diesen entgegenzuwirken. Ebenso sind bei Bodybuildern oder Übergewicht Dehnungsstreifen fast nicht zu vermeiden.

Schwangerschaftsstreifen sind eine besondere Unterform der Dehnungsstreifen. Ausgeprägt entstehen sie vor allem bei hellhäutigen, blonden schwangeren Frauen gegen Ende des 2. Schwangerschaftsdrittels. Unter dem Mikroskop werden dann die typischen Veränderungen sichtbar: dünne Haut, gerissene elastische Fasern, das Bindegewebe der Lederhaut hat sichzurückgebildet, an den Enden der Streifen bilden sich Fasern neu.

Wichtige Gegenmaßnahmen sind Sport, Bindegewebsmassagen, Wechselduschen und Eincremen. Auch Bürstenmassagen scheinen als Gefäßtraining hilfreich zu sein. Starke Gewichtschwankungen, eine häufige Ursache der Dehnungsstreifen, sollte man meiden.

Eine Microneedling-Behandlung kann je nach Aussehen der Streifen die Farbe und die Breite der Streifen verbessern, ebenso eine Behandlung mit dem fraktionierten CO2-Laser. Zusätzlich kann die Mikrodermabrasion zum Einsatz kommen, oft lässt sich damit das Hautbild verbessern. Unter Umständen ist je nach Befund auch eine operative Bauchdeckenstraffung angeraten.

Ein vollständiges Verschwinden der Streifen ist jedoch fast nie zu erreichen. Insgesamt ist eine Behandlung in jedem Fall gerechtfertigt, wenn Sie als Betroffene(r) unter dem ästhetischen Aspekt der Streifen leiden. Eine Besserung ist möglich, eine vollständige Heilung unmöglich. Welche Therapie wir Ihnen individuell empfehlen und umsetzen können, klärt unser Erstberatungsgespräch. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.