Tattoos und Permanent-Make-Ups entfernen mit Laser-Therapien

Was in jüngeren Jahren für die Ewigkeit gedacht war, kann heute mehr als Umstände bereiten. Häufige Gründe, sein(e) Tattoo(s) entfernen zu lassen, sind oft ein Sinneswandel, aber meist auch etwaig berufliche Schwierigkeiten. Eine starke Gewichtsreduktion oder Zunahme kann das Tattoo auch verunstaltet haben. Die einzige Methode, eine Tätowierung ohne Narben wieder zum Verschwinden zu bringen, ist eine lasermedizinische Behandlung. Mit dieser Behandlung lassen sich die meisten Tattoos, Permanent-Make-ups und sogenannte Schmutztätowierungen, also Einlagerungen von dunklen Farbpartikeln nach Unfällen, entfernen.

Das Laserlicht wirkt während einer extrem kurzen Zeit auf die Pigmente ein. Diese zerbersten in kleinste Teile, die dann vom Immunsystem abtransportiert werden. Bei neuen und professionellen Farbmischungen kann prinzipiell erst nach einer Probebehandlung eine Aussage getroffen werden, wie sich die Farbe durch das Lasern verändert. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass sich dunkle Farben besser als helle oder bunte Farben entfernen lassen.

Tätowierungen können auch operativ entfernt werden, wenn Form und Größe nicht zu ausladend sind. In örtlicher Betäubung wird dabei die farbige Haut herausgeschnitten und die Wunde vernäht.

Eine Garantie auf eine vollständige Entfernung mit der Laser-Behandlung kann man niemals geben – eine 80 %ige Beseitigung des Tattoos sollte aber meist möglich sein. Pigmentreste sind oft auf einen hohen Titangehalt der Farben, eine hohe Pigmentdichte oder eine sehr tiefe Tätowierung zurückzuführen. Die Problemfarben Hellblau und Hellgrün lassen sich nicht gut behandeln, auch bei vielfarbigen Tätowierungen können Komplikationen auftreten.

Bei der Behandlung gilt besonderes Augenmerk darauf, dass die Farben instabil sein können und Farbumschläge auftreten können. Das ist ein typisches, nicht ganz seltenes Problem auch beim Lasern eines Permanent-Make-Ups. Die Pigmentfarbe des Augenbrauenstrichs oder der Lippenkontur ist manchmal nach dem Lasern nicht verschwunden, sondern nur in der Farbe verändert. Aus Rot und Braun kann Schwarz, aus Schwarz kann eine andere Farbe resultieren. Diese neue Farbe ist oft schwerer zu entfernen als die alte. Deshalb ist eine Testbehandlung eines kleinen Areals anzuraten. Der vorher schwarze Lidstrich kann also danach z. B. dunkelrot aussehen, die rote Lippenkontur wird dunkel. Natürlich handelt es sich dabei um Einzelfälle – als seriöser Laserspezialist weisen wir unsere Patienten auf diese Komplikationsmöglichkeit vorher hin.
Permanent Make-up unter Augenbrauen entfernen wir nur, wo keine Haare mehr sind. Es besteht sonst die Gefahr, die noch vorhandenen Haarwurzeln zu schädigen und damit die natürlichen Augenbrauen weiter zu vermindern.

Die Anzahl der Behandlungen von Tätowierungen hängt von vielen Faktoren ab. Einen Einfluss auf die Dauer und Intensität der Behandlung haben die verwendete Farbe, die Größe des Tattoos und die Tiefe des Pigmenteintrags. Im Allgemeinen sollte mit mindestens 10-15 Laserbehandlungen im Abstand von 4 Wochen gerechnet werden.

Die Tätowierung wird dabei pro Sitzung immer blasser und verschwommener. Während und nach der Behandlung kann das Tattoo gerötet und geschwollen sein. Auch die Bildung von feinen Krusten ist möglich, bei sehr starker Reaktion der Haut auch Blasenbildung.

Die Schmerzen bei der Tattooentfernung mit dem Nd:YAG-Laser halten wir in deutlichen Grenzen: Die Patienten finden den Schmerz weniger unangenehm als das Tätowieren selbst. Bei Bedarf arbeiten wir mit einer schmerzlindernden Creme. Die entsprechenden Stellen werden mit Coldpacks gekühlt.

Nach der Behandlung fühlt sich die Haut entzündet an, ähnlich einem Sonnenbrand. Empfehlenswert ist es daher, die Haut zu kühlen, z. B. durch Gelkissen.
Im Normalfall ist die Laserbehandlung narbenlos. Vor allem Sonne und Solarium sollte man auf jeden Fall 4 Wochen vor und nach dem Lasereingriff meiden, um unschöner Fleckbildung vorzubeugen. Im Sommer wird die Behandlung entweder unterbrochen oder nur unter strengen UV-Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Aspirin und andere blutverdünnende Medikamente müssen 1 Woche vorher abgesetzt werden, um Blutergüsse zu vermeiden. In den Tagen nach dem Lasern sollte man die behandelten Stellen trocken und sauber halten. Duschen ist möglich, aber Schwimmen und Saunieren unerwünscht. Die Haut ist zwar meist unverletzt, aber die Infektionsgefahr ist erhöht.

Nach der vollständigen Entfernung eines Tattoos kann die Tätowierung manchmal als helles Nachbild angedeutet bleiben. Das kommt dadurch zustande, dass neben dem Tattoo-Pigment auch das braune Farbpigment der Haut ungewollt entfernt worden ist. Dieser Effekt lässt sich nicht sicher verhindern, da das Farbpigment in der Haut immer unter den Hautzellen liegt, die das natürliche braune Hautpigmenten bilden.

Aus diesem Grund sollte man – wie bei jeder Laserbehandlung – die Haut bis zum Ende sämtlicher Laserbehandlungen vor Sonne und Solariumlicht schützen. Pflaster oder Kleidung sind hier ein idealer UV-Schutz. Bei gebräunter Haut ist das Risiko einer unerwünschten Aufhellung grösser. Hellfärbungen sind nahezu immer vorübergehend; unerwünschte Dunkelfärbung ist eher selten und am ehesten an der Innenseite der Unterarme zu erwarten. Sollten sich trotz aller Vorsicht doch helle Flecken unter dem Tattoo bilden, so benötigt man nur etwas Geduld, bis sich die normale Hautfarbe wieder bildet.

Vorbeugung und Voraussicht ist auch hier anzuraten: Besser ist es, mit der Laser-Behandlung anzufangen, wenn die Sommerbräune wieder verblasst ist. Nach Abschluss der Behandlung können Sie wieder braun werden. Eine Unterbrechung der Therapie ist dabei für einen längeren Zeitraum kein Problem, man kann daran wieder einfach anknüpfen.

Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Laserlichts und jahrelangen Erfahrungen können wir Strahlenschäden und Langzeitnebenwirkungen ausschließen. Trotzdem behandeln wir im Allgemeinen keine Schwangeren – aus prinzipieller Vorsicht, weil der Stress der Behandlung eine Gefährdung des ungeborenen Kindes darstellen könnte.

Viele Patienten kommen auch mit dem Wunsch, ein unschönes Tattoo mit einigen wenigen Sitzungen so blass zu machen, dass ein Übertätowieren danach einfacher ist. Dies ist – gerade bei bunten Tattoos – schneller und einfacher möglich, als ein Tattoo vollständig zu entfernen. Man sollte aber zur Sicherheit nach der letzten Laserbehandlung etwa ein halbes Jahr warten.

Ihr Tattoo oder Permanent-Make-Up müssen Sie nicht auf Lebenszeit mit sich herumtragen. Hier können Sie direkt einen ersten Beratungstermin vereinbaren für eine Lasertherapie.