Melasma: Kombinationstherapien mit Nd:YAG-Lasertherapie

Beim Melasma handelt es sich um eine Sonderform der Hyperpigmentierung und bezeichnet dunkle Flecken im Gesicht von Frauen. Diese Pigmentstörung findet sich oft an Stirn oder Schläfen, Wangen, Kinn und Oberlippe.

Meist sind die weiblichen Geschlechtshormone und die Sonne beteiligt, ein Melasma auszulösen. Melasmen werden typischerweise im Winter besser und kommen im Sommer zurück.

Eine entgegenwirkende Therapie besteht aus Bleichpräparaten, konsequentem Sonnenschutz und einer speziellen Lasertherapie. Nach der Behandlung ist die Haut leicht gerötet. Für ein Resultat muss – je nach Hauttyp und Ausprägung der Pigmentierung – mit 5-15 Behandlungen gerechnet werden, die idealerweise alle 1-2 Wochen stattfinden. Die Flecken können nicht vollständig entfernt werden, aber es wird eine deutliche Verbesserung erreicht.

Oft ist die Braunfärbung eines Melasmas symmetrisch ausgebildet. Die dunklen Flecken schmerzen nicht, sind harmlos, entwickeln in der Regel keinen Juckreiz und entstehen meist langsam. Die kosmetische Beeinträchtigung kann allerdings für die Betroffenen, meist Frauen im gebärfähigen Alter, sehr belastend sein.

Spezielle pigmentbildende Zellen der Haut geben das Pigment beim Melasma an die Hautzellen weiter. Eine verstärkte Bildung von Melanin kann dabei unterschiedliche Ursachen haben: Meist ist die Ursache hormonell und wird vermutlich durch weibliche Sexualhormone ausgelöst. In der Schwangerschaft werden Östrogen und Progesteron vermehrt produziert, durch Sonnenlicht werden die pigmentierten Bereiche weiter verdunkelt. Dieses Melasma der Schwangerschaft verblasst nach der Entbindung meist allmählich wieder.

Außerdem spielt die genetische Veranlagung eine Rolle: Findet sich in der Familie ein Melasma, steigt auch das Risiko. Viele Muttermale scheinen das Melasma-Risiko ebenfalls zu steigern. Medikamentenunverträglichkeit oder Kosmetika kommen seltener als Auslöser in Betracht. Noch seltener ist eine ernsthafte Erkrankung wie eine Nebennierenerkrankung in Erwägung zu ziehen.
Verstärkend wirkt immer Sonnenlicht bzw. Solarium. Deshalb sollte ein guter Sonnenschutz jeder Behandlung zugrunde liegen. Meist bemerkt die betroffene Frau, dass die Braunfärbung im Sommer dunklerer, im Winter heller wird. Die Behandlung von Melasmen ist nicht einfach, aber nicht unmöglich. Unsere Behandlungsstrategie basiert auf mehreren Säulen:

Die Haut muss vor Sonne nachhaltig geschützt werden. Ein sehr starker Lichtschutz ist notwendig, eine „normale" UV-Blockade reicht nicht aus und sollte gesteigert werden. Essentiell ist ein starker, täglich angewendeter Sonnenschutz mit einem wirksamen Schutzfaktor gegen UVB und UVA. Oft helfen auch Bleichcremes. Unerlässlich ist eine gute Vor- und Nachbehandlung und der Verzicht auf Sonnenbad und Solarium. Im Sommer muss täglich ein Sonnenschutzmittel mit Schutzfaktor 30-50 aufgetragen werden. Abends wird täglich eine Spezialcreme einmassiert. Wenn einer dieser Schritte nicht eingehalten wird, ist der Erfolg stark in Frage gestellt. Besonders wichtig ist, sich für 2-3 Jahre jeglicher intensiver Sonnenbäder oder Solariumbesuche zu enthalten. Wer zu Sonnenschutz und disziplinierter Vor- und Nachbehandlung nicht bereit ist, der kann leider nicht mit einem guten Erfolg rechnen.

Die Aufhellung eines Melasmas ist in jedem Fall schwieriger zu erreichen, als es bei Altersflecken der Fall ist. Durch die geschilderte Kombinationsbehandlung lässt sich ein Melasma in der Regel aber deutlich bessern oder beseitigen. Die Aufhellung der Flecken geschieht immer langsam. Ein wiederholtes Auftreten sowie unbehandelbare Fälle sind leider relativ häufig.

Um Rückfälle zu vermeiden, ist der konsequente Lichtschutz auch nach einer erfolgreichen Behandlung erforderlich. Es kann Monate dauern, bis eine Verbesserung zu sehen ist – bitte bringen Sie Geduld mit. Ist die Ursache des Melasmas die Pille, eine HRT oder andere Medikamente, sollte gegebenenfalls untersucht werden, ob die Pille oder das Medikament durch ein anderes Mittel ersetzt werden kann. Gemeinsam beraten wir die richtige Strategie und Vorgehensweise. Fragen Sie uns gerne an.