Brustkorrekturen
Eine wohlgeformte Brust bedeutet weibliche Ausstrahlung und Attraktivität. Im Gegensatz dazu kann es bei einer zu kleinen Brust oder einer erschlafften Brust zu einem Verlust an Selbstvertrauen und zu gesellschaftlichem Rückzug kommen. Eine nach ästhetischen Maßstäben erfolgte Brustvergrößerung führt dagegen in der Regel zu einem enormen Anstieg an Lebensfreude.
Grundsätzlich ist zwischen einer operativen Brustvergrößerung und einer Brustverkleinerung bzw. einer Bruststraffung zu unterscheiden. Bei der Brustverkleinerung bzw. Bruststraffung kann entweder die Brustwarze angehoben werden oder eine Geweberesektion mit Verlagerung der Brustwarze erfolgen. Bei der Brustvergrößerung ist die Implantation eines Silikongelkissens die optisch beste und wirkungsvollste Lösung. Seitdem die Bedenken gegen Silikonimplantate aufgrund umfassender Studien aufgehoben wurden, ist auch in Deutschland ein richtiger Boom bezüglich des operativen Brustaufbaus eingetreten und die Implantation von Silikongelkissen zur ästhetischen Brustvergrößerung zum Standard geworden. In unserer Praxis verwenden wir ausschließlich hochwertige, sichere und seit Jahrzehnten bewährte Brustimplantate. Nach der Implantation bleibt die Brustdrüse stillfähig und für eine Vorsorgeuntersuchung zugänglich; die Entstehung eines möglichen Brustkrebses bleibt dem erfahrenen Untersuchenden nicht verborgen.
Die ideale Körbchengröße beträgt B bis C. Dies entspricht einem Implantatvolumen zwischen 260 und 290 ml. Doch selbstverständlich richten wir uns ganz nach Ihren Wünschen. In einem persönlichen Beratungsgespräch können Sie nicht nur Ihre Wünsche und Vorstellungen formulieren, sondern Sie werden zudem alles über die Risiken und Nebenwirkungen eines solchen Eingriffs erfahren.
In ausführlichen Beratungsgesprächen wird das operative Vorgehen festgelegt, in dessen Vorfeld gegebenenfalls Untersuchungen durch den Hausarzt nötig werden. Vor dem Eingriff sollten Sie zudem eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchführen lassen, um eventuell bestehende Krankheiten auszuschließen. Die Einnahme von Substanzen, die die Blutgerinnung hemmen, wie Aspirin oder Markumar, müssen in Absprache mit dem behandelnden Arzt mindestens eine Woche vor dem Eingriff ab- oder umgesetzt werden.
Nach der Operation, die je nach Eingriff ungefähr eine Stunde dauert, erhalten Sie zehn Tage lang einen Brustverband. Die Redondrainagen werden nach 24 Stunden gezogen. Nach dem Wechseln des Verbandes und nach dem Ziehen der Fäden erhalten Sie einen angepassten, straff sitzenden Sport-BH, den Sie vier Wochen lang sowohl tagsüber als auch nachts tragen müssen, um die Wunden zu entlasten. Vom zweiten bis zum achten Tag nach der Operation nehmen Sie ein Antibiotikum und ein entzündungshemmendes Präparat ein, um Infektionen vorzubeugen und damit die Schwellungen möglichst rasch abklingen. Nach sechs Monaten wird die Abschlusskontrolle durchgeführt.
Vier Wochen nach der Operation sollten Sie sechs Wochen lang täglich die kleine Narbe mit einer speziellen Narbensalbe für zwei bis drei Minuten einreiben. Bei der Brustvergrößerung verblasst die Narbe im Laufe der Zeit fast bis zur Unkenntlichkeit. Dagegen ist bei der Brustverkleinerung mit Narbenbildung zu rechnen.
Tätigkeiten und Sportarten, die große Armbewegungen erfordern, sind für mindestens sechs Wochen zu unterlassen. Für etwa drei Monate sollten Sie Sonnenbestrahlung, Leistungssport und Saunieren vermeiden. Danach ergeben sich keine gesellschaftlichen Beeinträchtigungen mehr und Sport ist wieder möglich. Zu den seltenen Komplikationen nach einer Brustoperation zählen Blutergüsse, Wundheilungsstörungen und eine gesteigerte Empfindlichkeit der Brustwarzen. Durch das Implantat kann zudem ein Fremdkörper- und Kältegefühl entstehen. Diese Erscheinungen lassen jedoch mit der Zeit nach. Infektionen des Implantates sind extrem selten, müssen jedoch, wenn sie auftreten, operativ behandelt werden.
Hauptkomplikation bei der Brustvergrößerung mit Implantaten ist die Kapselfibrose. Bei ihr handelt es sich um die Ausbildung einer harten Kapsel aus Bindegewebe. Dies kann bei etwa zwei bis vier Prozent der operierten Frauen auftreten. Dadurch verhärtet sich die Brust und verformt sich. Wenn dies geschieht, muss das Implantat ausgetauscht werden. Grundsätzlich entsteht um jeden Fremdkörper eine Kapsel aus Narbengewebe. In den meisten Fällen bereitet dies keine Probleme, da die Kapsel sehr zart ist. Seit der Verwendung texturierter Implantate konnte die Rate der Kapselfibrosen deutlich gesenkt werden. Viele Zweiteingriffe werden jedoch nicht wegen entstandener Komplikationen durchgeführt, sondern weil die Patientinnen sich in der Zwischenzeit für größere Implantate entscheiden.