Nasenkorrektur
In Zusammenarbeit mit Dr. Dr. med. Matthias Siessegger.
Die Nase beeinflusst den Gesamtausdruck einer Person ganz entscheidend, denn sie ist in jedem Gesicht ein höchst charakteristisches Merkmal. Der Leidensdruck von Menschen, die eine auffällige Nasenform oder eine deformierte Nase haben ist deshalb oft sehr groß.
Eine Nasenkorrektur kann eine Befreiung von der individuellen Auffälligkeit einer Nase bedeuten. Dadurch kann eine enorme Steigerung des Selbstwertgefühls entstehen, was sich oftmals lebensverändernd auswirkt. Der Gewinn an Lebensfreude, der durch einen solchen Eingriff entsteht, ist in aller Regel erheblich. Dies macht die Nasenkorrektur zu einem der erfreulichsten Eingriffe in der ästhetischen Gesichtschirurgie.
Bevor Sie sich zu einem Eingriff an der Nase entschließen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese Operation Ihren äußeren Eindruck verändert. Entscheidend ist, dass die Nase zu Ihnen passt und sich ins Gesamtprofil einfügt. Deshalb besteht das Ziel einer Nasenkorrektur darin, die Nase und somit auch das ganze Gesicht harmonisch wirken zu lassen, ohne dass die Nase operiert aussieht.
Eine Höcker-, Schief- und Sattelnase sind die häufigsten Anlässe für eine ästhetische Nasenkorrektur. Die ideale Nase hat einen geraden Rücken, der ganz leicht nach oben geschwungen ist. Bei der Profilplastik erfolgt eine Harmonisierung der Gesichtszüge durch Nasen- und Kinnkorrektur. Ein Eingriff an der Nase wird einerseits aus ästhetischen Gründen durchgeführt, kann aber andererseits auch für die Funktionsverbesserung der Nasenatmung wichtig sein. Bei jungen Menschen sollte bis etwa ein Jahr nach dem Wachstumsschub im Gesicht, der in der Pubertät einsetzt, abgewartet werden bis ein Eingriff vorgenommen wird. Ein Hinweis auf den Wachstumsschub ist das Eintreten der monatlichen Regelblutung bzw. des Stimmbruchs.
Haben Sie sich für eine Nasenkorrektur entschlossen, so können Sie - je nach Umfang - die Operation entweder im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchführen lassen. Ob dies ambulant oder stationär – und wie lange stationär - vorgenommen wird, hängt von der Ausdehnung des Eingriffs ab. Bei einer eventuell auftretenden unvorhergesehenen akuten Krankheit dient es Ihrer Sicherheit, die Operation zu verschieben. Die gesamte Operationsphase wird selbstverständlich von einem Facharzt für Anästhesiologie überwacht.
Spezielle Faktoren, die das Vorgehen dieses Eingriffs beeinflussen, sind die individuelle Anatomie, die Struktur des knöchernen und knorpeligen Nasengerüstes, die Beschaffenheit und Dicke der Haut und das Alter. Nach Festlegung des operativen Vorgehens können im Vorfeld Untersuchungen durch den Hausarzt nötig werden, um die Operations- und Narkosefähigkeit zu untersuchen. Substanzen, welche die Blutgerinnung hemmen, wie Aspirin oder Markumar, sind acht bis zehn Tage vor dem Eingriff in Absprache mit dem Hausarzt ab- oder umzusetzen. Ausgiebiges Sonnenbaden ist in der letzten Woche vor der Operation zu vermeiden. Das Rauchen sollte zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Eingriff eingestellt werden, da Nikotin die Wundheilung nachhaltig stören kann. Nach einem ambulanten Eingriff an der Nase mit Vollnarkose empfiehlt sich ein kurzer Praxisaufenthalt, an den sich noch einige Tage Ruhezeit anschließen. Eine Begleitperson ist zwar in der Regel aus medizinischen Gründen nicht notwendig, aus psychologischen Erwägungen aber oftmals außerordentlich hilfreich. Nach der Entlassung aus der Praxis oder der Klinik bleiben Sie mit dem Operateur in engem Kontakt. Damit keine Entzündung entsteht, müssen Sie während der ersten fünf Tage ein Antibiotikum nehmen.
Erfreulicherweise ist die Nasenkorrektur ein Eingriff, bei dem schwere Komplikationen die absolute Ausnahme und lebensbedrohliche Komplikationen nahezu ausgeschlossen sind. Gesundheitsgefährdend kann jedoch eine Blutung bzw. Nachblutung sein, die eine erneute Tamponade der Nase notwendig macht, eventuell auch eine mehrtägige stationäre Beobachtungsphase erfordert und das ästhetische Ergebnis der Operation gefährdet.
Naturgemäß ist die Nasenatmung nach einer Nasenkorrektur vorübergehend eingeschränkt. Falls eine Nasentamponade notwendig ist, wird diese in der Regel am ersten oder zweiten Tag entfernt und die Nase innerlich mit einem Wattestäbchen gepflegt. Der Nasengips sollte etwa zehn Tage ganztags getragen werden, danach wird ein Tapeverband angelegt. Dieser Pflasterverband ist sehr wichtig, da er die Wundheilung stabilisiert und günstig beeinflusst. Besonders bei deutlich verkleinernden Nasenkorrekturen ist es ratsam, den Nasenrücken in den ersten sechs bis acht Wochen nachts zu pflastern.
Eine innere Tamponade kann nicht nur notwendig sein, um Blutungen zu verhindern, sondern ist auch erforderlich, um innerlich zu schienen. Nach Korrekturen am Stützgerüst der Nase ist die Ruhigstellung für ein bis zwei Wochen mithilfe einer Schiene für das spätere Ergebnis äußerst wichtig. Nur unter Schienung kann der Knochen in der neuen Position in Ruhe zusammenwachsen. Die Nasenform, wie sie nach Abnahme des Verbandes erscheint, ändert sich in den folgenden Wochen und Monaten noch.
Eine Schiene kann - auch aufgrund von Schwellungen - Druckstellen hervorrufen, die nach Verbandabnahme als Rötungen in Erscheinung treten. Solange die Tamponade liegt - und wegen der Schwellungen auch noch einige Zeit danach - ist die Nasenatmung beeinträchtigt bzw. unmöglich. Als Folge der dann vermehrten Mundatmung können Halsschmerzen auftreten. Während dieser Zeit ist körperliche Schonung wichtig.
Auf Sport, insbesondere Ball- und Leistungssport, Saunieren, intensive Sonnenbestrahlung und Höhensonne sollte mindestens zwei bis drei Monate verzichtet werden. Auch ist es besser, ein halbes Jahr lang keine Brille, sondern, wenn möglich, Kontaktlinsen zu tragen. Nach Nasenoperationen ist zum Schutz vor der Sonne das Tragen von Sonnenschilden und Sonnenhüten geeignet.
Schwellungen und Blutergüsse an Nase, Wangen und Augenlidern sowie Nachblutungen, die selten vorkommen und in der Regel problemlos behoben werden können, sind nach einer Nasenkorrektur nichts Ungewöhnliches, sondern sogenannte „normale“ Operationsfolgen, die innerhalb von zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff zurückgehen. Kühlung und Liegen mit erhöhtem Oberkörper tragen zum Abklingen dieser Schwellungen bei.
Die Nasenspitze kann sich einige Monate lang pelzig anfühlen und die Oberlippe etwas steif bleiben, sodass die Mimik noch unnatürlich wirken könnte. Fäden im Naseninneren lösen sich von selbst auf, müssen also nicht gezogen werden. Sind bei bestimmten Korrekturen der Nasenflügel Hautschnitte notwendig, werden die Fäden nach vier bis sechs Tagen gezogen.
Das endgültige Operationsergebnis ist frühestens zwölf Monate nach der Operation erreicht, denn die Nase braucht im Allgemeinen mindestens ein Jahr, bis sie ihre endgültige Form erreicht hat, und es kann im Bereich der Nase immer wieder kleine Veränderungen geben. Auch die Wundheilung ist ein langer Prozess, der gerade im Bereich der Nase bis zu einem Jahr dauert. Deshalb sollten Sie sich vor Ablauf dieser Zeitspanne nicht für eine eventuelle Nachoperation entscheiden, da es wichtig ist, die Heilungs- und Vernarbungsprozesse abzuwarten, die übrigens Ihrem kritischen Blick weit mehr auffallen als der Umwelt.
Im Allgemeinen verläuft die Operation komplikationslos und die Narben verheilen gut. Eine Nasenkorrektur ist allerdings ein weitreichender und umfangreicher Eingriff, dessen Risiken und Komplikationsmöglichkeiten nicht unterschätzt werden sollten. In mehreren persönlichen Beratungsgesprächen haben Sie Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und sämtliche Wünsche und Vorstellungen zu formulieren. Während dieser Gespräche ist es zudem möglich, ganz individuell auf alle Ihre Fragen einzugehen und diese zu beantworten.
Haben Sie sich zu einer Nasenkorrektur entschlossen und diese durchführen lassen, so sollten Sie Ihre neue Nase anfangs sehr vorsichtig behandeln. Dann wird das Ergebnis optimal und zu Ihrer vollen Zufriedenheit ausfallen.