Botulinumtoxin (BOTOX® Vistabel® Xeomin®)
Beim Vorliegen von mimischen Falten führt eine Behandlung mit BOTOX® zu sehr guten Ergebnissen. Es bietet sich zur Behandlung der Lach-, Kummer- und Zornesfalten an, ebenso wie gegen die Falten auf der Nase und an der Wange.
Außerdem lassen sich durch BOTOX® die Augenbrauen anheben und die weitere Ausbildung der Falten verzögert sich. Die Faltenbehandlung mit BOTOX® ist die mit Abstand häufigste Schönheitsbehandlung überhaupt.
Zunächst werden Sie aufgefordert, die Stirn zu runzeln, zu lächeln oder sonst eine mimische Bewegung im Gesicht durchzuführen, um die Bewegung Ihrer Muskeln zu beurteilen. Im Anschluss daran wird der ideale Injektionspunkt ermittelt, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dann werden einzelne Einheiten BOTOX® direkt in den Muskel injiziert.
Dabei ist wichtig zu verstehen, dass die BOTOX®-Dosierung über die Stärke der Muskelentspannung entscheidet. Heute wird BOTOX® in Bezug auf die Dosierung, wesentlich differenzierter eingesetzt. Der gefürchtete Totalverlust der Mimik und das daraus resultierende Maskengesicht gehören der Vergangenheit an. Sie fühlen dabei kaum mehr als ein leichtes Pieksen. Eine Betäubung ist üblicherweise nicht erforderlich. Sie sehen nach einer BOTOX®behandlung nicht unnatürlich aus.
BOTOX® führt nicht sofort, sondern erst nach ein paar Tagen zu einer deutlichen und sichtbaren Glättung der Haut. Der maximale Effekt ist nach ca. zwei Wochen erreicht und nimmt dann langsam über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten ab.
Die erste Sitzung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Alle weiteren Sitzungen, die in Abständen von vier bis sechs Monaten erfolgen sollten, dauern noch etwa 30 Minuten.
Das Ziel jeder BOTOX®-Therapie ist die völlige Entspannung des Gesichts bei kompletter Erhaltung der normalen Bewegungsfunktionen. Normalerweise wird niemand etwas von Ihrer Behandlung merken. Sie werden aber deutlich entspannter und erholter aussehen. BOTOX® bietet Ihnen einen Ferien-Effekt, den Sie so mit keiner anderen Therapie erreichen können.
Sollte Ihnen das Resultat wider Erwarten nicht gefallen, so warten Sie einfach, bis der BOTOX® Effekt abklingt: Sie werden danach wieder so aussehen wie zuvor.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit und unter Einnahme muskelentspannender Medikamente sowie bestimmter Antibiotika muss auf die Technik verzichtet werden.
Zu den häufigsten lokalen Nebenwirkungen zählen Schmerzen am Injektionsort, kurzfristige Hautrötungen, blaue Flecken, Juckreiz und kurze Gefühlsverminderungen. Alle diese Nebenwirkungen verschwinden normalerweise innerhalb weniger Stunden bis Tage. Zu den typischen Nebenwirkungen einer BOTOX®-Behandlung im Gesichtsbereich gehört vor allem die Lid- oder Brauensenkung.
Hyaluronsäure
VOLUMA® SURGIDERM® HYLAFORM®, HYAL2000®, RESTYLANE®, ROFILAN®, HYDRAFILL®, MATRIDUR®,
Hyaluronsäure ist ein körpereigenes, aber künstlich hergestelltes Produkt und Mittel der Wahl, wenn tiefere Hautfalten angehoben und nivelliert werden sollen.Sehr häufig wird z.B. eine ausgeprägte Nasolabialfalte durch Unterspritzung behandelt. Der Patienten kann dabei mitbestimmen, wie stark korrigiert werden soll.
Anders als nach einer Laser-Behandlung oder nach einer Dermabrasion ist der Patient nach einer hyaluronsäurebehandlung sofort gesellschaftsfähig. Allerdings hält der positive Effekt nur etwa 6 bis maximal 24 Monate an. Dann ist das Hyaluron vom Körper abgebaut und neue Injektionen werden fällig. Auch Lippen werden heutzutage mit Hyaluron-Präparaten modelliert.
Bei den Hyaluronsäure-Fillern gibt es unterschiedliche Vernetzungsgrade, die zu einer unterschiedlichen Viskosität führen und daher für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Hochvisköse Hyaluronsäure wird vor allem bei Volumenverlust eingesetzt und eignet sich nicht direkt zur Faltenbehandlung. Niedrigvisköse Hyaluronsäure ist leichter injizier- und modellierbar und daher sehr gut für die Faltenbehandlung oder den Lippenaufbau geeignet. Nach einer einzigen Behandlung mit Hyaluronsäure-Filler werden Sie den Unterschied bereits deutlich sehen – Falten und Fältchen um Mund und Augen werden geglättet, und Narben und Strukturfehler verschwinden.
Einer der grossen Vorteile der Hyaluronsäure-Filler ist, dass sie der natürlichen, körpereigenen Hyaluronsäure so ähnlich sind. Daher sind keine Vorab-Tests erforderlich, und die Behandlung kann gleich beim ersten Arztbesuch durchgeführt werden.
Alle Filler werden mit extrem dünnen Nadeln injiziert und die Patienten spüren in der Regel nur ein leichtes Pieksen. Trotzdem können wir die zu behandelnden Bereiche lokal betäuben. Wenn sinnliche, volle Lippen gewünscht werden, empfehlen wir grundsätzlich eine Anästhesie des gesamten Kieferbereichs, um das Verfahren angenehmer zu gestalten.
RADIESSE®
RADIESSE® ist ein relativ neues Produkt, das aus synthetisch hergestellten Calcium-Hydroxylapatit Mikrosphären besteht. Diese werden in die Haut injiziert, wo sie zu einer Vermehrung des körpereigenen Kollagen führen. Das Trägergel zerstreut sich im Verlaufe weniger Monate. Die Calcium-Hydroxylapatit-Partikel zersetzen sich allmählich und werden über mehrere Jahre hinweg verstoffwechselt. Aufgrund der Einwanderung von Bindegewebszellen und nachfolgender Bildung von neuem Kollagen bleibt der Effekt relativ lange (zwei Jahre und mehr) erhalten. Im Gegensatz zu den anderen Fillern ist RADIESSE® röntgendicht und wird somit auf Röntgenbildern dargestellt.
Polymilchsäure (SCULPTRA®, New Fill®)
Polymilchsäure ist ein synthetisches Produkt, das keine Substanzen tierischen oder bakteriellen Ursprungs beinhaltet. Somit ist es biokompatibel und biologisch abbaubar. Da es immunologisch inaktiv ist braucht es keine vorgängigen Allergietests. Nach der Behandlung erfolgt eine vollständige Resorption der Milchsäure ohne Rückstände.
Polymilchsäure wird in der Chirurgie seit über 25 Jahren erfolgreich eingesetzt, unter anderem für selbstauflösende Nahtfäden, in Knochenplatten und -schrauben und als Trägermaterial für Arzneimittel. Polymilchsäure ist lang anhaltend wirksam und gut verträglich und wird angewendet um Konturdefekte des Gesichtes zu beseitigen
Dieses Verfahren ist mit minimalen Begleiterscheinungen verbunden – möglicherweise treten an der Injektionsstelle Schwellungen oder Blutergüsse auf. Diese verschwinden jedoch normalerweise innerhalb von ein paar Tagen. Klinische Studien haben gezeigt, dass die mit Polymilchsäure erzielten ästhetischen Verbesserungen bei vielen Patienten bis zu 2 Jahre, manchmal auch länger, andauern
Polymilchsäure wird in die tieferen Hautareale gespritzt. Dort führt es zur Stimulation der körpereigenen Kollagensynthese, was mit der Zeit zu einer Glättung und Straffung der behandelten Gesichtsbereiche führt.
Polymilchsäure wird vom Körper langsam und auf natürliche Weise abgebaut. Die Anzahl der notwendigen Injektionen hängt von verschiedenen Faktoren ab: z.B. Alter, Beschaffenheit der Haut oder Lebensstil
Im Allgemeinen können mehrere Behandlungen im Abstand von 6 bis 8 Wochen erforderlich sein, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Meistens braucht es in den Folgebehandlungen jedoch weniger Material. Die Resultate können sehr lange anhalten, häufig bis zu 2 Jahren oder länger.